Caprivi - Horseshoe

Gerne möchte ich die Besucher meiner Homepage in die tropische Region Namibias entführen - den Caprivistreifen. Hierbei handelt es sich um den, auf der Landkarte sehr markanten, nordöstlichen Zipfel Namibias. 

 

Das Besondere an dieser Region sind mehrere ganzjährig wasserführende Flüsse wie der Okavango, Kwando, Chobe sowie diverse Nebenarme des Sambesi. In dem flachen Sumpfland kommen, auch wegen der ganzjährigen Verfügbarkeit von Wasser, viele Wildarten vor, die den sonstigen Landesteilen nicht anzutreffen sind (z.B. Riedbock, Lechwe, Buschbock).

 

Historisch wurde der Capirvi-Steifen am 1. Juli 1890 mit dem sogenannten Helgoland-Sansibar-Vertrag von Großbritannien an das Deutsche Reich übertragen. Als Verhandlungsführer auf deutscher Seite trat der Reichskanzler Leo von Caprivi in Erscheinung, was die Namensgebung der Region erklärt. Ursprünglich war der Caprivi als Landbrücke zwischen den beiden deutschen Kolonien Deutsch-Südwest-Afrika (heutiges Namibia) und Deutsch-Ost-Afrika (heutiges Tansania) geplant. 

In diesem ersten Caprivi-Teil finden sich einige Bilder aus der Region am Kwando um den sogenannten Horseshoe. Die Gegend ist meinem Erachten nach vor allem ein Paradies für Ornithologen - wir haben auf einer vormittäglichen Bootstour mehrere Reiherarten (u.a. Nachtreiher, Purpurreiher, Mangrovenreiher und Kuhreiher) sowie unterschiedliche Kiebitz- und Eisvogelarten beobachten können. Nicht umsonst wird die Gegend von Kennern auch als "Klein Botswana" bezeichnet.

 

Der afrikanische Scherenschnabel (African Skimmer), ist eine hauptsächlich in den Abend- und Morgenstunden aktive Regenpfeifferart. Insbesondere der seitlich abgeflachte, überlange Unterschnabel fällt bei diesem interessanten Vogel sofort ins Auge.  Diese gemäß IUCN potenziell gefährdeten Vögel ernähren sich vorwiegend in flacheren Gewässern von Krebsen und Fischen. Bei der Jagd Durchpflügen sie mit dem eigenwillig geformten Schnabel das überflogene Gewässer. 

 

Eine ungewöhnliche Antilope mit abfallender Rückenlinie ist die Lechwe (Litschi-Moorantilope). Aufgrund der verlängerten, etwas gespreizten Schalen kann sie sich in sumpfigen Gelände sehr gut fortbewegen und ist so ideal an das Leben am Wasser angepasst. Die Moorantilope lebt gesellig in Herden und sucht bei Gefahr als guter Schwimmer Zuflucht im Wasser. Aufgrund der Lebensweise in Sümpfen und Flutebenen ernährt sich die Lechwe von Gras und Wasserpflanzen. 


Kommentare: 3
  • #3

    Ute Jacob (Sonntag, 11 März 2018 22:42)

    Lieber Marco, ich finde es bewundernswert, welches Fachwissen du dir mittlerweile angeeignet hast und man merkt, mit welcher Leidenschaft du dabei bist. Wieder tolle Fotos!

  • #2

    Eckhard Jahn (Samstag, 10 März 2018 20:15)

    Danke das ich deine schönen Bilder genießen konnte...

  • #1

    Annette Ritter (Samstag, 10 März 2018 19:49)

    Wow, super tolle Bilder.
    Da sieht man das du mit Herzblut dabei bist.
    LG
    Annette